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Tokio entdecken – Großstadt, Kultur, Kontraste

 

Tokio war unsere erste Station auf unserer Japanreise und direkt ein echtes Highlight. Die riesige Metropole wirkt auf den ersten Blick überwältigend, ist aber überraschend familienfreundlich, sicher und gut organisiert. Für uns war es der perfekte Einstieg.

Unsere Unterkunft: Keio Plaza Hotel, Shinjuku

Für unseren Tokio-Aufenthalt haben wir im Keio Plaza Hotel in Shinjuku übernachtet, eine zentrale, familienfreundliche Unterkunft mit allem, was man für einen gelungenen Start in Japan braucht.

Was uns besonders gefallen hat:
  • Großzügige Zimmer – gerade für Tokio eine angenehme Überraschung

  • Toller Ausblick – aus unserem Fenster hatten wir einen beeindruckenden Blick auf die Skyline von Shinjuku, besonders am Abend ein Highlight

  • Kinderfreundliche Details – wie so oft in Japan bekam unser Sohn zur Begrüßung eine kleine Geschenktüte mit Zahnbürste, Hausschuhen und Badeschwamm

  • Sehr gutes Frühstück – die Auswahl war riesig, sowohl westlich als auch japanisch, mit vielen kindgerechten Optionen

  • Top Lage – wenige Gehminuten vom Bahnhof Shinjuku entfernt, was uns schnelle Verbindungen in alle Richtungen ermöglichte


Für uns war das Keio Plaza ein perfekter Startpunkt: komfortabel, gut organisiert und angenehm unkompliziert mit Kind. Leider war der Pool im September nicht mehr geöffnet.

Tag 1 in Tokio – Regen, Gacha & leuchtende Kunst

Unser erster ganzer Tag in Tokio war, typisch für die Stadt, eine Mischung aus Reizüberflutung, Technikfaszination und Überraschungen. Leider auch: Regen. Aber das hat uns nicht aufgehalten.

Vormittag: Akihabara – Technik, Spielzeug & Gacha-Fieber

Trotz Regen zog es uns nach Akihabara, das berühmte Technik- und Otaku-Viertel. Schon beim Verlassen der U-Bahn taucht man ein in eine andere Welt: riesige Bildschirme, bunte Werbeschilder und Läden voller Elektronik, Manga-Figuren und Anime-Merchandise.

Unser Sohn war völlig fasziniert von den unzähligen Gacha-Automaten, kleinen Kapselspielzeugspendern, bei denen man nicht weiß, was man bekommt. Das Prinzip: Münzen einwerfen, drehen, Überraschungskugel öffnen. Wir haben einige „Schätze“ gesammelt, von Minions bis zu verrückten Spaghetti-Monstern, die jetzt immer noch mit uns reisen.


Wir haben uns einfach treiben lassen, sind durch kleine Läden geschlendert, haben Snacks probiert und trotz Regen die einzigartige Atmosphäre genossen. Für Kinder (und Erwachsene) ein perfekter Ort zum Staunen.

Nachmittag: teamLab Planets – Kunst zum Eintauchen

Am Nachmittag stand ein besonderes Highlight auf dem Plan: teamLab Planets in Toyosu. Ein digitales Kunstmuseum, in dem man nicht nur zuschaut, sondern Teil der Installation wird.


Unsere Erfahrungen & Tipps:
  • Barfuß & Badehose: Der Besuch findet komplett barfuß statt. Einige Installationen führen durch knietiefes Wasser, für Erwachsene meist kein Problem, aber unser Sohn war darin fast „eingetaucht“. Wir hatten ihm daher extra eine Badehose angezogen, was sich absolut bewährt hat.

  • Wechselkleidung für Kinder ist empfehlenswert, auch wenn man nicht komplett nass wird, plantschen ist fast unvermeidlich.

  • Schließfächer für Schuhe, Taschen und Jacken sind vor Ort vorhanden (kostenlos).

  • Tickets mit Zeitslot sollten vorab online gebucht werden. Trotz fester Einlasszeit muss man mit einiger Wartezeit in der Schlange rechnen, besonders an Wochenenden oder bei Regenwetter.

  • Stroller bleiben draußen, Tragen ist möglich.

  • Die Ausstellung ist absolut kinderfreundlich: Licht, Wasser, Spiegel und Musik verschmelzen zu einem Erlebnis, das Kinder begeistert und Erwachsene auch.

  • Dauer: Wir waren etwa zwei Stunden drin, und es wurde nie langweilig. Die Räume sind unterschiedlich gestaltet, manche meditativ, andere verspielt.


Trotz des Regens war der Tag ein voller Erfolg. Akihabara war spannend, schrill und bunt, während teamLab Planets ein echtes Highlight war. Kunst zum Mitmachen, Staunen und Lachen.

Tag 2 in Tokio – Von Katzenstille zu Kreuzungschaos

Unser zweiter Tag in Tokio war ein echter Stilbruch im besten Sinne: Vormittags idyllisch und fast meditativ, nachmittags mitten im Großstadttrubel. Genau diese Gegensätze machen Tokio für uns so spannend und auch für Kinder sehr erlebbar.

Vormittag: Gotoku-ji & Setagaya-Schrein – Auf den Spuren der Winkekatzen

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg zum Gotoku-ji Tempel, der als Geburtsort der bekannten Maneki-neko (Winkekatze) gilt. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis: Die kleine Bahnlinie, die wir nahmen, hatte einen Waggon im Katzendesign, eine schöne Überraschung für unseren Sohn und uns gleichermaßen.


Der Tempel selbst liegt ruhig und etwas abseits vom klassischen Touristenpfad. Hunderte kleine und große Winkekatzen stehen dort dicht an dicht in einem Bereich des Tempels, ein kurioser und zugleich stimmungsvoller Anblick. Als besonderes Andenken haben wir eine kleine Winkekatze gekauft, die jetzt ein Platz in unserem Zuhause gefunden hat.

Ganz in der Nähe besuchten wir auch den Setagaya-Schrein, ein kleiner, ruhiger Ort mit typischem rotem Torii, der ebenfalls viel Charme hatte. Insgesamt ein entspannter Start in den Tag, fernab vom Trubel.

Nachmittag: Shibuya – Energie pur, Hachiko & die berühmteste Kreuzung der Welt

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir weiter nach Shibuya und damit mitten ins Leben. Der Kontrast zu unserem ruhigen Vormittag konnte kaum größer sein.


Natürlich führte uns der erste Weg zur weltberühmten Shibuya-Kreuzung. Wir überquerten sie mehrmals mit der Masse, ein für Kinder erstaunlich spannender Moment. Direkt neben der Kreuzung besuchten wir auch die Hachiko-Statue, das Denkmal des treuen Hundes. Hachiko wartete jahrelang jeden Tag am Bahnhof auf seinen verstorbenen Besitzer und wurde so zum Symbol für Treue und Hingabe. Eine Geschichte, die auch unseren Sohn berührte.

Danach beobachteten wir das Treiben von oben aus dem Starbucks mit Panoramablick. Ein perfekter Ort, um kurz zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig das Gewusel zu bestaunen.

Danach bummelten wir noch durch die umliegenden Straßen, laut, bunt, lebendig. Ein Spielzeugladen hier, ein Souvenirladen dort. Unser Sohn war genauso begeistert wie wir. Trotz des Trubels fühlten wir uns nie überfordert, eher mitgerissen von der Energie.

Fazit & Tipps für Tokio mit der Familie

Unser Aufenthalt in Tokio hat uns gezeigt, wie vielseitig und kinderfreundlich die Stadt ist. Von entspannten Momenten bei den historischen Tempeln bis zum aufregenden Trubel in den Einkaufsvierteln. Tokio bietet für Familien eine perfekte Mischung aus Kultur, Unterhaltung und urbaner Lebendigkeit.

Unsere wichtigsten Tipps für euren Tokio-Besuch:

  • Kinderfreundliche Überraschungen: Orte wie der Gotoku-ji Tempel mit seinen Winkekatzen oder der Katzenzug auf dem Weg machen das Erkunden für Kinder besonders spannend.

  • Gacha-Automaten: Ein Riesenspaß für die ganze Familie! Auch Papa sammelt gerne mit. Das macht den Spaziergang durch bunte Viertel wie Akihabara noch unterhaltsamer.

  • Bequeme Fortbewegung: Die Metro in Tokio ist super ausgebaut. Nutzt unbedingt die Suica-Card, am besten digital im Wallet auf dem Smartphone, so wird das Reisen stressfrei und unkompliziert.

  • Flexibilität bewahren: Ein grober Plan hilft zwar, aber gebt euch auch Raum für spontane Entdeckungen. Gerade mit Kindern sind Pausen und Ruhephasen wichtig.

  • Wetterabhängig planen: Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, sind Indoor-Angebote wie das teamLab Planets Museum eine tolle Alternative und ein echtes Highlight.

Am nächsten Tag haben wir unsere Reise dann mit dem Bus weiter nach Fujikawaguchiko fortgesetzt, eine ganz andere, aber ebenso faszinierende Region Japans. Davon berichten wir im nächsten Beitrag!

Habt ihr Fragen oder eigene Tipps? Schreibt uns gern hier im Blog oder über Instagram!

Herzlich,
Alex & Familie

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