Nach unserem Aufenthalt in Fujikawaguchiko reisten wir weiter in die alte Kaiserstadt Kyoto, die mit ihren Tempeln, Schreinen und historischen Vierteln zu den kulturellen Höhepunkten Japans gehört. Trotz sommerlicher Hitze und viel Trubel konnten wir die Stadt mit Kind entspannt und in kleinen Portionen erleben.
Anreise & Unterkunft
Wir fuhren mit dem Bus von Fujikawaguchiko nach Mishima und stiegen dort in den Shinkansen um. Der Shinkansen war für unseren Sohn wieder ein Highlight: pünktlich, schnell, ruhig und sehr aufregend!
In Kyoto übernachteten wir im Park Hotel Kyoto, das zwar klein, aber modern und komfortabel eingerichtet ist. Die Lage war angenehm ruhig, aber dennoch zentral genug, um unsere Tagesziele gut zu erreichen. Auch als Familie fühlten wir uns hier gut aufgehoben.
Tag 1: Torii-Tunnel & Samuraiburg
Fushimi Inari-Taisha
Gleich am ersten Vormittag stand eines der bekanntesten Fotomotive Japans auf dem Plan: der Fushimi Inari-Taisha mit seinen tausenden roten Torii-Toren, die sich den Berg hinaufziehen.
Wir kamen relativ früh, aber schon da war es heiß und sehr gut besucht. Gerade mit Kind und bei hohen Temperaturen merkten wir schnell, dass es keinen Sinn macht, bis ganz nach oben zu steigen.
Unser Tipp: Genießt lieber die untere Hälfte in Ruhe, auch dort ist die Atmosphäre magisch.
Die schattigen Wege, das gelegentliche Trommeln am Schrein und die vielen kleinen Fuchsstatuen machten den Besuch für uns alle besonders.
Nijō-jō (Burg Nijō)
Am Nachmittag wechselten wir von spiritueller Atmosphäre zu historischer Architektur: Wir besuchten die Burg Nijō, eine ehemalige Residenz der Tokugawa-Shogune.
Schon der Eingang wirkt imposant, und im Inneren begeisterten uns die feinen Wandmalereien, die gepflegten Gärten und vor allem der berühmte „Nachtigallenboden“. Das ist ein Holzfußboden, der bei jedem Schritt leise zwitschert, um Eindringlinge hörbar zu machen. Unser Sohn war fasziniert.
Was auch sehr geholfen hat: Überall auf dem Gelände waren Wasserdampf-Ventilatoren aufgestellt, die für etwas Abkühlung sorgten. Eine willkommene Erfrischung in der Nachmittagshitze!
Tag 2: Marktleben & Zeitreise
Nishiki-Markt
Der zweite Tag begann mit einem Besuch des Nishiki-Markts, einer überdachten Einkaufsstraße, in der es von kulinarischen und handwerklichen Angeboten nur so wimmelt.
Wir schlenderten durch die engen Gassen, kosteten uns durch verschiedene Snacks und probierten unter anderem frisch gegrillte Fleischspieße und knusprig frittierte Kartoffelchips, die direkt vor unseren Augen zubereitet wurden – ein echtes Streetfood-Erlebnis, das auch Kindern Spaß macht.
Gion, Yasaka-Schrein & Ninenzaka
Am Nachmittag ging es weiter ins historische Gion-Viertel. Mit seinen traditionellen Holzhäusern, Kopfsteinpflaster-Gassen und bunten Läden fühlt sich dieser Stadtteil an wie eine kleine Zeitreise.
Wir besuchten den bekannten Yasaka-Schrein, dessen große rote Torii uns schon von weitem begrüßten. Auch wenn hier einiges los war, war die Atmosphäre deutlich entspannter als am Inari-Schrein.
Danach bummelten wir durch die Ninenzaka, eine malerische Straße mit vielen Souvenirläden, Süßigkeitenständen und kleinen Cafés.
Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der Moment, als wir uns in einem der Cafés mit einem großen Matcha-Eis und einer Portion Kakigōri (geschabtes Eis mit süßem Sirup) abkühlten. Der perfekte Snack bei dem heißen Wetter und ein Genuss für Groß und Klein!
Fazit – Kultur erleben in kleinen Portionen
Kyoto hat uns sehr beeindruckt, mit seiner kulturellen Dichte, seiner Schönheit und der besonderen Stimmung in den alten Vierteln.
Trotz Hitze und großer Besucherzahlen war es für uns machbar, weil wir die Tage gut strukturiert und nicht zu vollgepackt geplant haben.
Mit kleinen Highlights wie besonderen Snacks, dem Nachtigallenboden in der Burg Nijō oder dem Abkühlen an Sprengern haben wir auch unseren Sohn gut bei Laune halten können.
Im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit in den Süden Japans. Es geht weiter nach Nagasaki, eine Stadt mit bewegender Geschichte, tollen Aussichten und vielen spannenden Entdeckungen für die ganze Familie.
Wenn ihr Fragen zu unserer Route, den Hotels oder zu Kyoto mit Kind habt, schreibt uns gern einen Kommentar oder kontaktiert uns direkt auf Instagram. Wir freuen uns auf den Austausch!
Liebe Grüße,
Alex & Familie
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