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Nagasaki – Geschichte, Pinguine und heiße Sommertage

 

Nach unserer Zeit in Kyoto ging es mit dem Shinkansen weiter in den Süden, nach Nagasaki. Die Fahrt war zwar lang und wir mussten zweimal umsteigen, doch alles lief völlig reibungslos, selbst mit Kind und Gepäck.

Unser Zuhause für die nächsten drei Nächte war das Marriott Nagasaki Hotel, direkt am Bahnhof gelegen. Unser Zimmer war modern, großzügig und sehr komfortabel. Perfekt, um nach einem heißen Tag in der Stadt zu entspannen.

Tag 1 – Pinguinparty & Drachentore

Am ersten Tag nahmen wir den Bus zum Nagasaki Penguin Aquarium. Das Aquarium ist nicht riesig, aber sehr liebevoll gestaltet. Man kann verschiedene Pinguinarten aus nächster Nähe beobachten und erfährt einiges über ihren Lebensraum. Direkt daneben liegt ein kleiner Strand, an dem Kinder nach dem Besuch noch spielen oder Muscheln sammeln können, eine nette Ergänzung, gerade an heißen Tagen.


Zurück in der Stadt machten wir einen Spaziergang zur berühmten Megane-bashi-Brücke. Die „Brille“ im Namen kommt von der Form der Brückenbögen, die sich im Wasser spiegeln. Unser Sohn fand es besonders spannend, über die Steine im Fluss zu balancieren, die direkt unterhalb der Brücke liegen.


Anschließend ging es ins Chinatown. Es ist nicht so groß wie in Hongkong oder Yokohama, aber dafür gemütlich und farbenfroh. Zwischen roten Torbögen, kleinen Läden und Garküchen herrschte eine entspannte, aber lebendige Atmosphäre, perfekt für einen Bummel.

Tag 2 – Friedensbotschaften & kleine Alltagsabenteuer

Am nächsten Morgen fuhren wir mit einer der alten Straßenbahnen, die in Nagasaki noch heute durch die Stadt rollen. Sie sind nicht nur praktisch, sondern verleihen der Stadt auch einen besonderen Retro-Charme. Schon die Fahrt selbst war für uns ein Highlight.


Unser Ziel war der Nagasaki Peace Park, der an die Atombombenabwürfe von 1945 erinnert. Zwischen den Denkmälern, Skulpturen und Gedenktafeln spürt man die stille Würde des Ortes. Auch wenn unser Sohn noch zu jung ist, um die ganze Tragweite zu verstehen, wollten wir ihm zeigen, wie wichtig Frieden ist.


Der Nachmittag war dann deutlich entspannter: Wir schlenderten durch das große Kaufhaus direkt am Bahnhof, sammelten Gacha-Kapseln (Papa genauso begeistert wie der Nachwuchs) und brachten unsere Wäsche in einen kleinen Waschsalon. Während die Maschinen liefen, nutzten wir die Zeit für einen kleinen Bummel durch die umliegenden Straßen. Eine schöne Gelegenheit, noch ein paar weniger touristische Ecken zu entdecken.

Nagasaki – Eine Stadt mit eigenem Charakter

Nagasaki fühlte sich anders an als die anderen japanischen Städte, die wir besucht haben. Vielleicht ist es die Mischung aus japanischen, chinesischen und europäischen Einflüssen, vielleicht auch die entspannte Hafenstimmung. Die charmanten alten Straßenbahnen, die gelassen durch die Straßen rollen, unterstreichen diesen besonderen Charakter.


Was jedoch gleich blieb: die Hitze. Die Tage in Nagasaki waren sonnig und sehr warm, perfekt für Sommerstimmung, aber anstrengend bei längeren Spaziergängen.


Habt ihr Fragen zu unserer Route oder zu Nagasaki mit Kind? Schreibt uns gern in die Kommentare oder kontaktiert uns über Instagram. Wir freuen uns, eure Fragen zu beantworten.

Mit Nagasaki endete unsere Zeit in Japan, ein Land, das uns mit seiner Gastfreundschaft, seinem Essen und den unzähligen kleinen Besonderheiten absolut begeistert hat. Von den Megastädten bis zu den stillen Tempeln, von Gacha-Automaten bis zu Matcha-Eis, es war eine Reise voller Kontraste und unvergesslicher Momente.

Im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit nach Shanghai, eine Stadt, in der moderne Wolkenkratzer und traditionelle Gärten direkt nebeneinander existieren.

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