Nach über einer Woche in Japan, mit all seiner Ruhe, Ordnung und fast schon meditativen Gelassenheit, war die Ankunft in China ein kleiner Kulturschock. Shanghai begrüßte uns mit lautem Straßenlärm, bunten Reklametafeln, Menschenmassen und einem deutlich schnelleren Tempo.
Hier wurde gedrängelt, gehupt und gelacht und wir mittendrin. Für uns als Familie war das zunächst aufregend, manchmal aber auch anstrengend. Vor allem, weil die Sprachbarriere spürbar größer war, das Bezahlen nicht immer einfach funktionierte und auch der Internet-Zugang eingeschränkt war.
Praktische Tipps für Shanghai
- Die Metro in Shanghai ist gut ausgebaut, günstig und einfach zu nutzen (Beschilderung oft auch auf Englisch).
- Für kürzere Strecken sind Taxis eine gute Option, allerdings sollte man das Ziel am besten auf Chinesisch dabei haben, da viele Fahrer kein Englisch sprechen.
- Wir haben an einem Tag auch die Hop-On-Hop-Off-Busse genutzt. Das ist eine entspannte Möglichkeit, mehrere Sehenswürdigkeiten zu sehen, ohne sich um den Weg kümmern zu müssen.
- In China wird fast alles per Alipay oder WeChat Pay bezahlt.
- Für uns als ausländische Besucher war das kompliziert, daher haben wir die meiste Zeit in bar gezahlt. Bankautomaten gibt es in der Stadt ausreichend, allerdings nicht alle nehmen ausländische Karten an.
- Viele Online-Dienste werden in China blockiert (z.B. Whatsapp, Instagram, Google und noch viele mehr)
- Apple Maps funktionierte zum Glück als Navigationshilfe!
- Mit Hilfe eines VPN können viele Beschränkungen umgangen werden, allerdings machte das den Internet-Zugang langsamer.
- Kostenloses WLAN ist in Hotels und in vielen Restaurants, Cafés und manchen öffentlichen Orten verfügbar.
Unterkunft
Tag 1 – Tradition trifft Skyline
Tag 2 – Unter Wasser und über den Wolken
Tag 3 – Von Einkaufsbummel zu Flugchaos
Unser letzter Tag in Shanghai begann völlig entspannt. Wir schlenderten durch einige nahegelegene Einkaufszentren, stöberten in Boutiquen und besuchten den Disney Store, der mit seiner detailreichen Deko schon fast wie eine kleine Erlebniswelt wirkte. Unser Sohn wäre wahrscheinlich am liebsten dort geblieben.
Am Nachmittag wollten wir eigentlich ganz gemütlich zum Flughafen, um nach Hongkong zu fliegen. Doch unterwegs kam die Schreckensnachricht: Unser Flug war gecancelt.
Plötzlich war es vorbei mit der Ruhe. Der Tag wurde zum Wettlauf gegen die Zeit. Wir fuhren so schnell wie möglich zum Flughafen, wo wir nach vielen Diskussionen (dank schwieriger Sprachbarriere) unsere Tickets stornieren konnten. Ein neuer Flug war zum Glück noch buchbar, allerdings von einem anderen Flughafen in Shanghai. Also rein ins Taxi, dabei bangen, ob das Bargeld reicht (Spoiler: es war knapp) und hoffen, dass die Buchung tatsächlich im System gelandet ist, weil wir bis zum Abflug keine Bestätigung erhalten haben.
Am Ende klappte alles irgendwie. Wir kamen völlig erschöpft, aber erleichtert mitten in der Nacht in Hongkong an.
Fazit zu Shanghai
Trotzdem hat uns dieser starke Kulturkontrast beeindruckt. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen, viel gesehen und erlebt, auch wenn wir am Ende ehrlich gesagt froh waren, weiterzureisen.
Im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit nach Hongkong, eine Stadt voller Wolkenkratzer, lebendiger Straßen und ganz eigener Energie. Wir erzählen euch, wie wir dort unsere ersten Eindrücke gesammelt haben und was man auch mit Kind unbedingt sehen sollte.
Wenn ihr Fragen zu unserer Reise nach Shanghai habt oder eigene Erfahrungen teilen möchtet, schreibt uns gerne einen Kommentar oder kontaktiert uns direkt über Instagram.
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