Nach unseren entspannten Tagen in Da Nang stand die letzte Station unserer Vietnamreise an: Ho Chi Minh City (früher Saigon). Wir flogen direkt von Da Nang in den Süden des Landes, ein kurzer, unkomplizierter Inlandsflug, der uns in eine ganz andere Welt brachte.
Schon beim ersten Spaziergang merkten wir: Ho Chi Minh City ist laut, lebendig und voller Energie. Überall Mopeds, Hupen, Gerüche, ein quirliges Chaos, das auf seine ganz eigene Art funktioniert.
Unser Hotel: Liberty Central Saigon Riverside
Für unsere vier Nächte entschieden wir uns für das Liberty Central Saigon Riverside. Das Hotel liegt zentral, direkt am Fluss, und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß oder bequem mit Grab erreichen.
Unser Zimmer war nicht sehr groß, aber modern und gut ausgestattet. Das Highlight war eindeutig der Pool auf der Dachterrasse, ein wunderbarer Ort, um nach einem Tag in der Stadt zu entspannen und den Blick über den Fluss schweifen zu lassen.
Im Nachhinein hätten wir unseren Aufenthalt wahrscheinlich um eine Nacht verkürzt, aber die Tage waren trotzdem abwechslungsreich und voll neuer Eindrücke.
Tag 1 – Ankommen im Moped-Meer & erste Erkundungen
Unser erster Tag in der Stadt stand ganz im Zeichen des Ankommens. Wir ließen es ruhig angehen, erkundeten die Umgebung rund ums Hotel und gewöhnten uns an das bunte Chaos auf den Straßen.
Der Verkehr in Ho Chi Minh City ist wirklich ein Erlebnis für sich: unzählige Mopeds, die in alle Richtungen flitzen, hupen und scheinbar chaotisch durch die Stadt schwirren. Doch nach einer Weile merkt man: das System funktioniert! Um die Straße zu überqueren, gilt nur eine Regel: nicht zögern, einfach langsam gehen. Die Mopeds weichen tatsächlich aus, wenn auch manchmal in letzter Sekunde.
Am Nachmittag ging es dann zum Ben Tanh Markt, einem der bekanntesten Märkte der Stadt. Zwischen Garküchen, duftenden Gewürzen und Bergen von Souvenirs drängten sich Touristen und Einheimische gleichermaßen. Es war laut, eng und heiß, aber auch faszinierend. Besonders spannend war, wie man hier wirklich alles findet: von Kleidung über Obst bis zu handgemachten Andenken.
Tag 2 – Tagesausflug ins Mekong-Delta
Am zweiten Tag stand unser großer Tagesausflug ins Mekong-Delta auf dem Programm, eines der bekanntesten Naturgebiete Vietnams. Früh am Morgen fuhren wir aus der Stadt hinaus in Richtung My Tho, etwa zwei Stunden entfernt. Schon auf dem Weg wurde das Stadtbild schnell ländlicher: Reisfelder, Wasserpalmen, kleine Dörfer und immer wieder Mopeds, die alles transportieren, was man sich vorstellen kann.
An der Anlegestelle stiegen wir in ein Boot und fuhren den Mekong-Fluss entlang. Der riesige, braune Strom ist hier schon kurz vor seiner Mündung ins Südchinesische Meer: breit, langsam und beeindruckend ruhig. Unterwegs hielten wir auf mehreren kleinen Inseln, die wie grüne Oasen inmitten des Wassers liegen.
Wir konnten frische tropische Früchte probieren, traditionelle Kokosnuss-Produkte sehen (von Bonbons bis zu Schalen), und erlebten, wie die Menschen hier in einfachen Holzhäusern direkt am Wasser leben. Besonders schön war die Fahrt mit einem kleinen Ruderboot durch die schmalen Kanäle, eingerahmt von dichtem Palmen- und Bambusbewuchs. Nur das leise Plätschern der Ruder und das Zwitschern der Vögel waren zu hören, ein Moment völliger Ruhe.
Für unseren Sohn war es spannend zu sehen, wie anders das Leben am Fluss ist. Während wir gemütlich im Boot saßen, winkten uns Kinder vom Ufer zu, und überall war zu spüren, dass das Wasser hier der Mittelpunkt des Alltags ist: zum Arbeiten, Transportieren, Waschen und Spielen.
Einziger Wermutstropfen: Auch hier gab es wieder einen Verkaufsstopp in einem Handwerksladen, der etwas Zeit raubte. Beim nächsten Mal würden wir lieber selbst ein Tagesticket buchen oder eine individuellere Tour wählen.
Trotzdem war der Tag ein echtes Highlight, eine schöne Abwechslung zur lauten Stadt und eine tolle Gelegenheit, das ländliche Vietnam kennenzulernen.
Tag 3 – Rosa Kirche & Tan Dinh Market
Am dritten Tag machten wir uns mit Grab auf den Weg zur Tan Dinh Kirche, die mit ihrer leuchtend rosa Fassade schon von Weitem auffällt. Leider war sie geschlossen, aber allein der Anblick lohnte sich.
Direkt daneben liegt der Tan Dinh Markt, der uns sogar besser gefiel als der große Ben Tanh Markt: kleiner, weniger touristisch und viel authentischer. Zwischen den Ständen entdeckten wir spannende Snacks, Stoffe und Alltagsgegenstände, ein schöner Kontrast zum Trubel der Tage davor.
Tag 4 – Spiel & Spaß zum Abschluss
Am letzten Tag durfte sich unser Sohn etwas wünschen und entschied sich für den Weland Kids Park. Ein riesiger Indoor-Spielplatz über zwei Etagen mit Rutschen, Trampolinen, Bällebad und vielem mehr. Der Eintritt war günstig, die Anlage sauber und modern, ein echtes Highlight nach so vielen Tagen voller Sightseeing und Kultur. Der Eintritt war erstaunlich günstig, die zweite Begleitperson musste sogar einfach nur einen leckeren Kaffee trinken
Es war der perfekte Abschluss unserer Zeit in Vietnam: ein Tag ganz ohne Programm, nur Spaß, Lachen und Toben, genau das, was man als Familie zwischendurch braucht.
Fazit
Ho Chi Minh City war laut, lebendig und ein bisschen chaotisch, aber auch voller Energie und spannender Eindrücke. Nach den ruhigeren Tagen in Da Nang war es der perfekte Abschluss unserer Vietnamreise: eine Stadt, die nie stillsteht, aber gleichzeitig unglaublich herzlich ist.
Im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit nach Kambodscha, wo wir Angkor Wat und die faszinierende Tempelwelt rund um Siem Reap erkundet haben.
Habt ihr Fragen zu Ho Chi Minh City oder Tipps für Reisen mit Kindern in Großstädten? Schreibt uns in die Kommentare oder über Instagram. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!
Herzlich
Alex & Familie
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