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Ao Nang – Zwischen Idylle, Krankenhaus und Affenabenteuer

 

Nach unserem kurzen Stopp in Bangkok ging es mit dem Flugzeug weiter in den Süden Thailands nach Krabi.


Von dort nahmen wir ein Grab-Taxi nach Ao Nang, unserem Ziel für die kommenden fünf Nächte. Schon die Fahrt war ein kleines Abenteuer: Unsere Fahrerin kam mit einem sehr kleinen Auto, und es wurde eng mit dem Gepäck. Dafür war sie unglaublich herzlich, typisch Thailand eben.

Unser Hotel: Peace Laguna Resort & Spa

Auf den ersten Blick wirkte das Peace Laguna Resort & Spa wie ein kleines Paradies: grün umrahmt, mit einer malerischen Lagune und dem spektakulären Felsenpanorama im Hintergrund. 


Die Anlage ist liebevoll angelegt, die Hütten rund um das Wasser sehen idyllisch aus und auch unser Zimmer war großzügig gestaltet.

Doch schon nach kurzer Zeit zeigten sich die Schwächen.


Das Hotel ist deutlich in die Jahre gekommen, das Badezimmer war abgewohnt, die Klospülung funktionierte nicht richtig, und es roch immer leicht muffig. Dazu kamen zahlreiche Geckos, die sich offenbar über das gesamte Zimmer verteilten. Grundsätzlich mögen wir Tiere, aber wenn sie nachts durchs Besteck klettern und man vom Klappern in der Minibar geweckt wird, verliert das schnell seinen Charme.

Das Frühstücksbuffet war durchschnittlich, dafür war das à-la-carte-Angebot zum Mittag und Abend wirklich gut.


Leider wurde unser Sohn während unseres Aufenthalts sehr krank, eine Lebensmittelvergiftung, die ihn eine Nacht im Krankenhaus kostete.

Wenn der Magen streikt und warum Hygiene zählt

Das war natürlich kein schöner Moment, aber wir wurden im örtlichen Krankenhaus wirklich sehr gut versorgt. Die Ärztinnen und Pfleger waren freundlich, professionell und fürsorglich.

Diese Erfahrung hat uns deutlich gemacht, wie wichtig eine Auslandskrankenversicherung ist, gerade mit Kind. Außerdem haben wir gelernt, beim Essen wirklich achtsam zu sein. Streetfood kann köstlich sein, aber nicht überall sind Kühlung und Hygiene so, wie man es sich wünschen würde. Gerade in Thailand lohnt es sich, ein bisschen genauer hinzusehen, wo man isst, auch wenn die bunten Garküchen noch so verlockend aussehen.

Strand, Stadt & verschwundene Kleidung

Natürlich wollten wir auch das Meer genießen. Der Strand von Ao Nang liegt wunderschön zwischen den Felsen, war für uns aber eine kleine Enttäuschung.


Von dort starten täglich unzählige Boote zu den umliegenden Inseln, und so war es dort fast durchgehend laut und trubelig. Auch der Sand war nicht so sauber, wie wir es an anderen Orten Thailands erlebt haben. Für einen reinen Badeurlaub würden wir Ao Nang daher nicht empfehlen.

Die Stadt selbst ist dagegen schön zum Schlendern. Es gibt viele kleine Läden, Massagestudios und Restaurants. Allerdings sind die Preise recht hoch, und Handeln fällt nicht immer leicht. Oft waren die Verkäufer recht hartnäckig, was das Feilschen eher anstrengend als spaßig machte.

Eine kleine Anekdote am Rande:
Wir haben in Ao Nang einen Wäscheservice genutzt und tatsächlich kam ein Kleidungsstück nie wieder zurück. Ob es irgendwo im Nirwana der Waschmaschinen verschwunden ist oder jemand anders sich darüber freuen durfte, wissen wir bis heute nicht. Immerhin: Der Rest war sauber und frisch gefaltet, also verbuchen wir das unter „Reiseerfahrung mit Augenzwinkern“.

Abenteuer auf dem Monkey Trail

Ein Highlight oder besser gesagt ein Abenteuer war unsere Wanderung über den Ao Nang Monkey Trail.

Der Weg führt über ungleichmäßige Holzstufen entlang des Felsens zu einem versteckten Strand auf der anderen Seite der Bucht. Schon der Aufstieg war schweißtreibend, aber die Aussicht und die kleine Bucht am Ende waren wirklich wunderschön.


Auf dem Hinweg haben wir zwar keine Affen gesehen, dafür wurden wir dort am Strand von einem kräftigen Regenschauer überrascht. Durchnässt, aber gut gelaunt, machten wir uns auf den Rückweg und jetzt waren die Affen da.

Zuerst noch niedlich und neugierig, wurden sie schnell aufdringlicher. Meine Frau hatte unsere Badetasche über der Schulter und das war offenbar die Einladung, auf die sie gewartet hatten. Ein Affe sprang auf ihren Rücken, öffnete die Tasche und suchte zielstrebig nach Snacks. Innerhalb von Sekunden war die gesamte Bande da, und die Situation wurde ziemlich hektisch.


Unser Sohn bekam Angst, meine Frau war sichtlich erschrocken und ich endete schließlich mit Kind, Tasche und Affe auf dem Arm, während wir so schnell es ging den Trail hinunterliefen. Zum Glück ist niemandem etwas passiert, und im Nachhinein können wir über die Szene herzlich lachen.

Aber: Tipp für alle, die den Monkey Trail gehen, keine Taschen oder Snacks offen tragen, und lieber etwas Abstand zu den pelzigen „Bewohnern“ halten.

Inselhüpfen zum Geburtstag – Poda, Tub & Chicken Island

Mein Geburtstag fiel in unsere Zeit in Ao Nang und wir wollten den Tag natürlich besonders verbringen. Also charterten wir ein privates Longtail-Boot und machten uns auf den Weg zu drei Inseln: Poda Island, Tub Island und Chicken Island.


Die Fahrt über das türkisfarbene Meer war schon ein Erlebnis für sich. Mit einem privaten Boot konnten wir unser Tempo selbst bestimmen, anhalten, wo wir wollten, und die Landschaft in Ruhe genießen.

  • Poda Island beeindruckte mit ihrem weißen Sandstrand und dem markanten Felsen, der direkt aus dem Meer aufragt, perfekt für Fotos.

  • Tub Island ist besonders, weil sie bei Ebbe über eine schmale Sandbank mit Chicken Island verbunden ist. Wir konnten tatsächlich trockenen Fußes hinüberlaufen, ein faszinierendes Naturphänomen.

  • Chicken Island verdankt ihren Namen dem Felsen, der aussieht wie ein Hühnerkopf. Das Wasser dort war glasklar, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.


Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles passte: Sonne, Meer, gute Laune und ein Geburtstag, den ich sicher nie vergessen werde. Für uns war das absolute Highlight von Ao Nang.

Unser Fazit zu Ao Nang

Ich hatte mir von Ao Nang ehrlich gesagt mehr erhofft.

Die Umgebung ist wunderschön, das Panorama spektakulär, aber unser Aufenthalt war geprägt von kleinen Rückschlägen. Zwischen Geckos, Krankenhaus und Affen blieb wenig Raum für echte Erholung.

Und doch war es eine Etappe, die wir nicht missen möchten. Wir haben gelernt, dass Reisen nicht immer perfekt läuft und dass genau das die besten Geschichten schreibt.



Nach fünf Nächten hieß es dann: auf nach Khao Lak, in der Hoffnung auf Sonne, Ruhe und endlich ein paar entspannte Strandtage.

Wenn Ihr Fragen zu unseren Erfahrungen in Ao Nang habt und generell noch ein paar Tipps rund um das Reisen in Thailand sucht, schreibt uns doch einfach einen Kommentar oder eine Nachricht über Instagram!

Herzliche Grüße,
Alex & Familie

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