Nach unserem Aufenthalt in Vietnam führte uns die Reise weiter nach Kambodscha, genauer gesagt nach Siem Reap. Für uns war es ein kurzer, aber unglaublich spannender Zwischenstopp auf dem Weg nach Thailand.
Schon lange stand Angkor Wat auf meiner persönlichen Bucket List, und es war klar: Wenn wir schon in Südostasien sind, müssen wir diesen Ort mit eigenen Augen sehen.
Anreise & Hotel
Wir kamen am Abend in Siem Reap an. Schon beim Aussteigen am kleinen Flughafen spürten wir die warme, feuchte Luft und das ganz eigene Flair des Landes. Unser Fahrer brachte uns zum FCC Angkor by Avani, einem stilvollen Boutique-Hotel in ruhiger Lage. Das Hotel war einfach fantastisch: elegant, mit einem wunderschönen Garten und einem Pool, den wir fast immer ganz für uns allein hatten.
Besonders begeistert hat uns das à la carte Frühstück, das nicht nur köstlich war, sondern auch wunderschön angerichtet wurde. Für uns eines der besten Frühstücke der gesamten Reise.
Tag 1 – Stadtbummel, Fledermäuse & Zuckerrohrsaft
Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück nutzten wir den ersten Tag, um Siem Reap selbst zu erkunden. Die Stadt ist deutlich kleiner und entspannter als viele andere Orte in Südostasien, mit charmanten Cafés, bunten Märkten und freundlichen Menschen an jeder Ecke.
Wir spazierten durch das Stadtzentrum, besuchten einen Park voller Fledermäuse, die tagsüber kopfüber in den Bäumen hingen. Das war ein faszinierender und etwas surrealer Anblick.
Unterwegs probierten wir frisch gepressten Zuckerrohrsaft und Eis von kleinen Straßenständen, beides lecker und erfrischend in der tropischen Wärme.
Unser Fahrer vom Flughafen, der uns bereits am Vortag sympathisch empfangen hatte, bot uns spontan an, am nächsten Tag eine Tempeltour zu machen. Ganz unkompliziert über WhatsApp vereinbarten wir die Abholung und freuten uns auf den großen Angkor-Tag.
Tag 2 – Die Tempel von Angkor: Geschichte, Magie & tropische Hitze
Am frühen Morgen holte uns unser Fahrer ab, und es ging los Richtung Angkor, einem der beeindruckendsten UNESCO-Weltkulturerbestätten Asiens. Das gesamte Areal erstreckt sich über mehr als 400 Quadratkilometer und umfasst unzählige Tempel, Wasserbecken und Ruinen.
Angkor Wat – das Herz Kambodschas
Unser erster Stopp war das berühmte Angkor Wat, das auf keiner Kambodscha-Reise fehlen darf. Es ist das größte religiöse Bauwerk der Welt und wurde im 12. Jahrhundert als hinduistischer Tempel zu Ehren Vishnus errichtet, später aber zum buddhistischen Heiligtum.
Wir hatten das Glück (oder auch Pech), dass an diesem Tag ein Feiertag war und damit viele einheimische Besucher unterwegs waren. Das machte den Ort zwar voller, aber auch lebendiger. Familien in bunten Kleidern posierten für Fotos, Kinder lachten, Mönche in orangefarbenen Roben beteten leise an den steinernen Altären.
Trotz der vielen Menschen war der Moment, durch das Haupttor zu gehen und den ersten Blick auf die markanten Türme zu werfen, einfach magisch.
Die Sonne stand schon hoch, die Luft war flirrend heiß, und der Duft von Räucherwerk lag in der Luft.
Unser Sohn war beeindruckt von den langen, dunklen Gängen und den filigranen Steinreliefs, die Szenen aus alten Epen erzählen.
Bayon – Gesichter, die lächeln
Als Nächstes ging es weiter zum Bayon-Tempel, für uns einer der faszinierendsten Orte der gesamten Reise. Der Tempel liegt im Zentrum der alten Stadt Angkor Thom und ist berühmt für seine über 200 riesigen, lächelnden Gesichter aus Stein, die in alle Richtungen blicken.
Hier war die Atmosphäre ruhiger. Wir konnten in aller Ruhe zwischen den Türmen umhergehen, Gesichter zählen und uns vorstellen, wie diese Stadt früher einmal ausgesehen haben mag. Unser Sohn hatte riesigen Spaß, die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke zu entdecken.
In einer Ecke des Tempels trafen wir auf freundliche Affen, die neugierig, aber friedlich die Besucher beobachteten, ein kleines Highlight für unseren kleinen Reisenden.
Ta Prohm – Wenn der Dschungel sich alles zurückholt
Unser letzter Stopp war Ta Prohm, der berühmte „Dschungeltempel“, der durch den Film Tomb Raider weltbekannt wurde. Anders als viele andere Tempel wurde Ta Prohm weitgehend im ursprünglichen Zustand belassen. Riesige Baumwurzeln winden sich hier über Mauern und durch Tore, als würde die Natur die alte Anlage langsam zurückerobern.
Zwischen den moosbedeckten Steinen zu stehen, während über einem die Zikaden singen, war einfach beeindruckend. Wir konnten uns frei bewegen, durch die verwinkelten Gänge streifen und in aller Ruhe die Stimmung genießen.
Die Hitze war drückend, das T-Shirt innerhalb von Minuten durchgeschwitzt, aber dieser Ort war jede Anstrengung wert.
Unser Sohn kletterte begeistert über die uralten Steine, während wir kaum aufhören konnten, zu fotografieren.
Fazit & Erfahrungen
Siem Reap hat uns begeistert, mit seiner Mischung aus Geschichte, Freundlichkeit und Gelassenheit. Trotz der kurzen Zeit haben wir viele Eindrücke gesammelt, tolle Gespräche geführt und uns rundum wohl gefühlt.
Rückblickend gab es auch einige Erlebnisse, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind:
1. Unser privater Fahrer – spontan, authentisch & zuverlässig
Anfangs waren wir etwas skeptisch, als uns unser Fahrer vom Flughafen spontan eine Tempeltour anbot. Im Nachhinein war es aber die perfekte Entscheidung. Alles hat reibungslos funktioniert, war deutlich günstiger als über das Hotel oder große Buchungsportale und vor allem viel authentischer. Wir konnten unterwegs interessante Gespräche führen, etwas über das Leben in Kambodscha erfahren und hatten nie das Gefühl, unsicher zu sein. Die gesamte Planung lief ganz unkompliziert über WhatsApp, was super praktisch war. Auch die Rückfahrt zum Flughafen war so preiswert organisiert.2. Bargeld ist in Siem Reap König
Bezahlt haben wir fast alles in bar, gerade an kleinen Straßenständen oder Märkten. Dabei sollte man nur darauf achten, nicht zu große Scheine mitzunehmen, da die Verkäufer oft kaum Wechselgeld haben. Einmal mussten wir ein etwas üppiges Trinkgeld geben, was aber zu einem breiten Lächeln und einer extra großen Portion Eis geführt hat.3. Angkor-Tickets vorab online buchen
Die Eintrittstickets für den Angkor-Park müssen vorab online gekauft werden, da sie bei der Einfahrt ins Tempelgebiet kontrolliert werden. Das klingt komplizierter, als es ist. Bei uns hat alles reibungslos funktioniert. (→ Tickets)Unser Fazit:
Siem Reap war ein ganz besonderes Erlebnis, nicht nur wegen der weltberühmten Tempel, sondern auch wegen der Menschen, der Atmosphäre und der kleinen Begegnungen zwischendurch. Für Familien ist es ein wunderbares Ziel: spannend, sicher und kulturell unglaublich bereichernd.Im nächsten Beitrag geht es für uns weiter nach Thailand, wo uns Sonne, Strand und Entspannung erwarteten.
Habt ihr Fragen zu Siem Reap oder möchtet wissen, wie man eine Tempeltour am besten mit Kindern plant? Schreibt uns gerne in die Kommentare oder über Instagram. Wir freuen uns auf den Austausch!







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