Warum eine einfache Kinderkamera unser Reisegame verändert hat
Auf unseren langen Reisen haben wir vieles ausprobiert, um Sightseeing mit Kind entspannter zu gestalten: vom Stickerbuch über Snacks bis hin zu kleinen Reisespielen. Doch eine Sache hat uns wirklich nachhaltig überrascht: Eine Kinderkamera.
Wir hätten nie gedacht, dass dieses kleine Gerät so einen großen Unterschied machen würde. Aber mittlerweile gehört es zu unseren absoluten Favoriten bei jeder Reise, egal ob Stadt, Strand oder Safari.
Die Kamera, die wir gekauft haben (dieses Modell: YunLone Kinderkamera), ist sicher nicht die einzige gute Option auf dem Markt, aber sie zeigt sehr gut, welche Vorteile einfache Kinderkameras auf Reisen haben.
Verarbeitung & Bedienung – perfekt für kleine Hände
Die Kamera ist robust, leicht und hat genau die richtige Größe für kleine Kinderhände.
Unser Sohn konnte sie sofort intuitiv bedienen, ohne Anleitung, ohne komplizierte Menüs.
Wir haben uns bewusst für ein Modell entschieden, das keine Spiele oder unnötigen Extras hat. Viele Kinderkameras sind voller Minispiele oder buntem Schnickschnack, der eher ablenkt und das Fotografieren zur Nebensache macht.
Hier gibt es nur:
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ein paar einfache Sticker und Farbfilter,
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die Möglichkeit, Videos zu machen (nutzt unser Sohn fast nie),
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und ansonsten eine sehr simple Foto-Funktion.
Und genau die funktioniert wunderbar intuitiv: Anmachen – Knopf drücken – Foto. Mehr braucht ein Vierjähriger auch nicht.
Bildqualität – ehrlich gesagt: mies. Aber völlig egal.
Man muss es so deutlich sagen: Die Bildqualität ist wirklich nicht gut. Die Fotos sind meistens unscharf, körnig und vor allem bei Bewegung schnell verwackelt.
Aber das spielt für Kinder überhaupt keine Rolle. Unser Sohn hat sich noch nie beschwert, im Gegenteil:
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Er ist stolz auf jedes einzelne Foto.
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Er liebt es, „wie Mama und Papa“ fotografieren zu können.
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Und durch die schlechte Qualität lernt er automatisch, ruhiger zu halten und auf den Moment zu warten.
Der einzige echte Nachteil ist, dass die Kamera beim Auslösen etwas träge ist. Kinder müssen erst lernen: Drücken und kurz warten. Das hat er aber schnell verinnerlicht.
Warum sie für uns zum Geheimtipp geworden ist
1. Kinder schauen die Welt anders an
Seitdem unser Sohn fotografiert, hat sich sein Blick enorm verändert. Im Zoo wird wirklich jedes Tier fotografiert. Unterwegs hält er alles fest, was ihn fasziniert:
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kleine Straßenschilder
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Busse, Tuk Tuks, Autos
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Blumen am Wegrand
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Werbung
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Türschilder
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und in Shanghai zum Beispiel unbedingt eine kleine Straßenkehrmaschine, sein persönliches Highlight.
Es ist unglaublich spannend zu sehen, was er sieht, wenn er selbst entscheiden darf.
2. Mehr Ruhe beim Sightseeing
Während wir früher manchmal durch Tempel, Straßen oder Parks „durchhetzen“ mussten, weil die Geduld begrenzt war, ist er heute oft völlig vertieft in seine Kamera.
Manchmal sogar so sehr, dass wir Eltern schon weiter wollen und er sagt: „Ich brauch noch das Foto!“ Wir haben dieses Jahr zum Beispiel einen Minituarpark in Hurghada besucht und hatten schon Bedenken, dass wir zu schnell durch sein werden. Am Ende mussten wir sogar ein wenig "Anschieben" damit die anderen Besucher nicht zu lange auf unseren Fotografen warten müssen.
Diese Ruhe ist ein riesiger Gewinn für alle. Meistens!
3. Gemeinsame Highlights am Abend und nach der Reise
Im Hotel am Abend die Fotos gemeinsam durchzusehen, gehört inzwischen zu unseren Lieblingsmomenten. Es ist eine tolle Gelegenheit den Tag nochmal zu verarbeiten und über die vielen Highlights nachzudenken. Für uns Eltern ist auch immer spannend zu sehen, welche Motive unseren kleinen Entdecker am meisten fasziniert und interessiert haben.
Und das Schönste: Meine Frau macht immer Fotobücher unserer Reisen und unser Sohn hat jetzt seine eigenen Seiten, nur mit seinen Werken. Er könnte nicht stolzer sein.
Fazit – kleines Gerät, große Wirkung
Auch wenn die Kamera technisch wirklich keine Meisterleistung ist, ist sie für uns zu einem der wertvollsten Reisebegleiter geworden.
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Sie beschäftigt unser Kind sinnvoll
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Sie fördert Beobachtung und Kreativität
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Sie macht Sightseeing entspannter
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Sie schafft wundervolle Erinnerungen aus Kinderperspektive
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Und sie macht einfach Spaß
Wer mit Kind reist, sollte so eine einfache Kinderkamera unbedingt ausprobieren. Nicht als Profi-Gerät, sondern als spielerischen Einstieg in die Welt des Fotografierens.
Unser Sohn liebt sie. Und wir lieben die Art, wie er damit die Welt entdeckt. Irgendwann wird eine „echte“ Digitalkamera folgen, aber diese kleine Kinderkamera wird für uns immer der Startpunkt seiner fotografischen Abenteuer bleiben. Und noch viel wichtiger, die Erinnerungen, die sie festgehalten hat, sind schon jetzt sehr wertvoll.
Habt ihr auch ein Gadget gefunden, dass euch das Reisen mit Kind deutlich entspannter gemacht hat? Oder habt ihr noch Fragen zur Kamera und unseren Empfehlungen? Wir freuen uns über einen Kommentar und schreibt uns einfach eine Nachricht über Instagram.
Herzliche Grüße,
Alex & Familie


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