Der Jahreswechsel 2025/26 führte uns nach Barcelona. Fünf Nächte, mildes Winterwetter, eine spannende Stadt und der perfekte Mix aus Sightseeing, Entspannung und kinderfreundlichen Aktivitäten.
In diesem Beitrag starten wir bewusst etwas anders: zuerst mit praktischen Tipps und Erfahrungen, danach mit kurzen Eindrücken zu den besuchten Sehenswürdigkeiten.
Unterkunft & Lage
Unsere Basis für die fünf Nächte war das ibis Styles Barcelona City Bogatell. Das Hotel war insgesamt absolut in Ordnung. Die Zimmer sind modern, sauber, aber mit Kind tatsächlich etwas beengt, gerade wenn man Gepäck für mehrere Tage dabei hat.
Der große Pluspunkt war eindeutig die Lage: Nur wenige Gehminuten zur U-Bahn, sodass wir fast alle Wege bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr zurücklegen konnten. Für einen Städtetrip mit Kind ein echter Vorteil, gerade wenn die Beine irgendwann müde werden.
Fortbewegung in der Stadt
Wir haben Barcelona fast ausschließlich mit der Metro und zu Fuß erkundet.
Der Nahverkehr ist zuverlässig, übersichtlich und bringt einen schnell von A nach B. Auch mit Kind war das völlig entspannt, die Stationen sind gut ausgeschildert und die Züge fahren sehr regelmäßig. Wichtig zu wissen: Kinder ab 4 Jahren benötigen ein eigenes Ticket, was man bei der Planung berücksichtigen sollte.
Für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum können wir den Aerobus empfehlen. Schnell, unkompliziert und direkt.
Barcelona mit Kind – unsere Highlights
Strand - La Barceloneta
Auch im Winter gehört der Strand einfach zu Barcelona dazu. Zwar war es zu kühl zum Baden, aber für Spaziergänge, Sandburgen und frische Luft war der Strand ideal. Besonders spannend war es, am Neujahrstag zu beobachten, wie einige ganz Mutige tatsächlich ins Meer gegangen sind: Respekt dafür! Für uns blieb es beim Zuschauen und warm eingepackt Spazierengehen.
Parc de la Ciutadella
Der Parc de la Ciutadella war für uns eine willkommene grüne Pause mitten in der Stadt. Viel Platz zum Laufen, Spielen und Durchatmen, gerade mit Kind sehr angenehm nach dem Trubel der Straßen. Besonders schön ist der große Brunnen und die entspannte Atmosphäre im Park. Für Familien eignet sich der Park perfekt, um das Sightseeing kurz zu unterbrechen und einfach ein bisschen Zeit draußen zu verbringen.
Aquarium Barcelona
Ein echtes Highlight für unseren Sohn. Neben den großen Becken und dem Tunnel mit Haien und Rochen haben uns vor allem das immersive Kino und die Möglichkeit, Fische zu füttern, begeistert. Das Aquarium ist sehr gut gemacht, übersichtlich und perfekt für Familien.
Park Güell
Bunt, verspielt und typisch Gaudí. Der Park bietet tolle Ausblicke über die Stadt und viele Details, die auch Kinder spannend finden. Wichtig: Tickets unbedingt vorab online buchen, da der Zugang limitiert ist. Ohne Ticket kommt man nicht mehr überall hinein. Wir verbrachten einige Zeit einfach damit durch den Park zu spazieren, Details zu entdecken und die Sonne zu genießen.
Sagrada Família
Leider konnten wir die Sagrada Família diesmal nur von außen sehen. Trotzdem beeindruckend und ein guter Hinweis für alle, die Barcelona planen: Tickets sehr früh buchen. Selbst drei Wochen vor Abflug waren bereits keine Karten mehr verfügbar. Wir haben den Blick auf die verspielten Türme genossen und einen kleinen Spielplatz im anliegenden Park besucht.
Casa Milà (La Pedrera)
Dieses Gaudí-Haus haben wir rech spontan von innen besucht. Besonders schön war zu sehen, wie unser Sohn fasziniert dem Audio-Guide gefolgt ist und sich alles ganz genau erklären ließ. Auf dem Dach war er dann endgültig begeistert. Einen der Türme taufte er liebevoll den „Kackhaufenturm“, was für viel Gelächter sorgte. Auch solche Momente machen Reisen mit Kind einfach besonders.
Casa Batlló
Hier blieb es bei einem Außenbesuch. Die Fassade allein ist schon ein echtes Kunstwerk und lässt sich gut in einen Spaziergang integrieren, ohne viel Zeit einzuplanen. Unser kleiner Fotograf hatte viel Spaß die bunten Fenster abzulichten. Auch wenn er sich etwas über die vielen Menschen, die dauernd im Bild standen geärgert hat.
Seilbahn auf den Montjuïc
Die Seilbahnfahrt war für unseren Sohn ein kleines Abenteuer. Es gab eine recht lange Schlange, die Wartezeit hielt sich mit etwa 30 Minuten aber noch gut im Rahmen. Die Fahrt selbst ist für den Preis zwar eher kurz, dafür wird man mit einer sehr schönen Aussicht über Stadt und Hafen belohnt. Die Festung haben wir nicht besucht, weil dafür nochmal extra Eintritt gezahlt werden muss und unser Sohn keine Lust hatte.
La Rambla & Markt
Ein klassischer Programmpunkt, für uns persönlich aber etwas zu viel. La Rambla war sehr voll und wuselig, fast schon anstrengend. Wir haben deshalb nur einen kurzen Abstecher auf den Markt gemacht, ein bisschen geschaut und sind dann recht schnell weitergezogen. Einen frischen Saft, Erdbeerspieß und ein paar Empanadas mussten wir trotzdem noch mitnehmen.
IKONO Museum
Eine tolle Abwechslung zum klassischen Sightseeing. Das interaktive Museum bietet viele bunte Räume und Mitmach-Installationen. Das absolute Highlight war für uns, wenig überraschend, das Bällebad, das bei Groß und Klein gleichermaßen für viel Spaß gesorgt hat.
Fazit: Barcelona mit Kind
Barcelona ist eine spannende, vielseitige Stadt mit unglaublich vielen Möglichkeiten, auch für Familien. Dank der gut ausgebauten Metro lässt sich die Stadt einfach und entspannt erkunden, selbst mit Kind und ohne Auto.
Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass es sehr voll werden kann, gerade bei bekannten Sehenswürdigkeiten. Eine frühzeitige Ticketbuchung ist fast schon Pflicht. Auch preislich ist Barcelona kein Schnäppchen: Besonders als Familie kann es beim Mittag- oder Abendessen schnell teuer werden, vor allem, wenn das Kind beim Essen etwas pingelig ist und man nicht immer nur auf Fast Food ausweichen möchte.
Mit 5 Tagen hatten wir für unseren Trip genau die richtige Länge gefunden: genug Zeit, um viel zu sehen, aber ohne permanenten Zeitdruck. Im Sommer könnten wir uns die Stadt sogar noch entspannter vorstellen, mit einem zusätzlichen Badetag am Strand als Ausgleich zum Sightseeing.
Unterm Strich ist Barcelona für uns ein tolles Ziel für einen Familien-Städtetrip, wenn man gut plant, flexibel bleibt und sich zwischendurch auch einfach treiben lässt.
Hast du Fragen zu Barcelona, reist selbst mit Kind dorthin oder brauchst noch weitere Tipps? Schreib mir gern in die Kommentare oder melde dich über Instagram. Ich freue mich immer über den Austausch.
Wie es hier weitergeht, steht noch nicht ganz fest: Vielleicht geht es zurück in die Berge, vielleicht ans Meer oder zu einem ganz anderen Abenteuer als Familie. Eins ist sicher: die nächste Reiseidee wartet schon.
Herzliche Grüße,
Alex & Familie
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